Wer hat hier eigentlich den Hut auf?

Glauben leben und Verantwortung teilen

Begegnungsabend mit: Father Mark Lesage, Dr. Estela Padilla und Maria Alicia Gutierrez
(Pastoralinstitut Bukal ng Tipan, Philippinen)
sowie ehrenamtlichen und hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter/-innen unseres Bistums
Dienstag, den 4. Oktober 2016 von 19.00-21.00 Uhr

Begegnungsabend mit dem Pastoral-Team Bukal, Philippinen

Father Mark und sein Team von den Philippinen berichtete von dem Wachsen der Basiskirche in seiner Heimat über 30 Jahre hinweg. Ein Priester für 50.000 Christen – geht das denn? Nur ein kleiner Teil von ca. 10% kam 1969 in die Gottesdienste. Heute gibt es auf breiter Ebene Gebets- und Bibelkreise, an vielen Orten werden Wortgottesdienste gefeiert, das Gemeindeleben hat sich in ganz neue Bereiche verästelt und viele soziale Projekte wurden ins Leben gerufen.

 

Unter der Moderation von A. Groß wurden im 2. Teil Erfahrungen der sich verändernden Kirche in unserem Bistum vorgestellt – durch Ehrenamtliche, eine Gemeindereferentin und einen Pfarrer. Die Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils mit Leben zu füllen, das ist ein wichtiges Ziel der Mitarbeiter im Ordinariat. Es geht längst nicht nur darum, dem Priestermangel zu begegnen.

Es liegt auch an uns Gemeindemitgliedern unsere Berufung als Christ anzunehmen. Auch wir sind berufen – und trauen uns doch oft zu wenig zu. Dabei ist mir der Zuspruch eines Freundes, der ähnliche Familiensorgen hat wie ich, nicht weniger wert als die Predigt eines Pfarrers. Wir müssen nicht perfekt sein, im gemeinsamen Tun kann so viel Neues wachsen.

Der liturgische Abschluss mit Bibelstelle, Fürbitten und dem Liedruf „O Jesu, Domine Christi“ wird mich weiter begleiten, so sehr hat er mich berührt.

Das Pastoralteam der Philippinen lud uns ein, mit dem ganzen Leib zu beten. Wir standen auf und sollten die Arme weit in den Himmel strecken, wie ein Trichter, damit Gott etwas hinein füllen kann. Dann folgte die 2. Geste: Wir sollten die Hände erheben (so wie beim Befehl Hände hoch) als Zeichen dafür, dass wir uns ergeben, keine Kontrolle mehr ausüben wollen und Gott vertrauen. Die 3. Geste war eine Verneigung des Oberkörpers mit gekreuzten Armen auf der Brust. Die 4. Geste eine tiefere Verneigung mit gefalteten Händen.

Ich bin getauft und berufen zum Priester, König und Propheten.

Uta Graba